Eine lange Geschichte
Zwischen 1740 und 1786 ließ Friedrich II. eine Fasanerie auf Lübarser Kirchenland errichten. Die für die Aufzucht der Tiere nötigen Wiesen nahm man einfach auf der benachbarten Feldmark Rosenthal in Beschlag. Da Weideland damals knapp und wertvoll war, begehrten die anliegenden Bauern auf – doch kamen sie gegen das Hobby des großen Preußenkönigs nicht an. Im Siebenjährigen Krieg griffen die Landwirte kurzerhand zur Selbsthilfe und erschossen alle Fasane, die sich außerhalb der Gehege befanden. Es begann ein regelrechter Kleinkrieg zwischen den Bauern und der Fasanerie, so dass sie zunehmend an Bedeutung verlor.
Bis zum Jahr 1840 wird ihre Finanzierung jedoch noch im Rechnungsbuch der Kirchengemeinde verzeichnet. Kurz danach wird die Fasanenzucht aufgegeben, die Flächen werden landwirtschaftlich genutzt.
In den 70er Jahren des 20. Jh. erwarb das Bezirksamt Reinickendorf die landwirtschaftlichen Flächen für den Bau einer „Jugendfarm“ im Märkischen Viertel. Seit 2003 wird die Farm vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) betrieben.
Heute ist sie ein Veranstaltungsort für Familien, Betriebe, Anwohner des Märkischen Viertels und Berliner Stadtkinder.
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